Vorlagenzeichnung
Zeichnungsvorlagendateien sind Zeichnungsdateien, die mit der Dateierweiterung .DWT gespeichert wurden. Daher auch die alternativen Bezeichnungen "Prototypzeichnung" oder "Vorlagenzeichnung".

Aufbauend auf einer Zeichnungsvorlagendatei (DWT) wird eine neue Zeichnung erzeugt. Alle Inhalte dieser Vorlage können als Vorgabe für die Erstellung der Zeichnung dienen.

In ACAD-BAU werden einige Vorlagenzeichnungen bereitgestellt, mit denen eine neue Zeichnung begonnen werden kann. Sollten die darin enthaltenen Vorgaben nicht den benutzerspezifischen Anforderungen genügen, können eigene Vorlagenzeichnungen erstellt werden.
Vorgehensweise
Ausgehend von einer leeren Zeichnung oder einer mitgelieferten Vorlagenzeichnung können die spezifischen Anpassungen erstellt werden. Nach Fertigstellung aller Anpassungen wird die Vorlagenzeichnung mit 'Speichern unter' als DWT-Datei im Vorlagenordner gespeichert.

Wird mit einer leeren Zeichnung gestartet, wird diese mit den Vorgaben initialisiert
  1. Einrichten des Modellbereichs:
    Durch das Einrichten des Modellbereichs wird die Arbeitsumgebung zum Zeichnen und Modellieren angepaßt. Wichtige Einstellungen sind:
    • Aufteilung der Modellbereichsansichtsfenster, deren Ansichtsrichtungen und visuelle Stile
    • Einstellung der Zeichnungshilfen, wie aktive Objektfänge, Fang und Raster, Zeichnungsgrenzen
       
  2. Einrichten der Layouts:
    Durch das Einrichten der Layouts werden die Papierbereiche für die Planzusammenstellungen und Plotausgaben angepaßt. Wichtige Einstellungen sind:
    • Anlegen der notwendigen Layouts, jeweils für einen Plan wie z.B. EG 1:50, Ansichten, Schnitte...
    • Seiteneinrichtung des Layouts und Zuweisung der passenden Plotstile
    • Einfügen von Zeichnungsrahmen und Legenden in die Papierbereiche der Layouts
       
  3. Einrichten der Ebenen- und Höhenbereichsvorgaben:
    Durch das Einrichten der Ebenen werden die Vorgaben für die vertikale Unterteilung des Gebäudemodells in Geschosse angepaßt.
    • Änderung der Ebenenhöhen und Namen an eigene Vorgaben
    • Anlegen weiterer Ebenen, wenn die Anzahl nicht ausreichend ist
    • Anpassen der Vorgaben für Bodenstärken und Fußbodenaufbauten in den Vorgabe-Höhenbereichen der Ebenen.
    • Hinzufügen von Höhenbereichen für besondere konstruktive Zwecke
       
  4. Erstellen von Bauteilgruppen und ACB-Materialien:
    Das Erstellen von Bauteilgruppen und ACB-Materialien ist sinnvoll, wenn inhaltliche Unterscheidungen von Bauteilen erforderlich sind (z.B. Altbau, Neubau und Abriss) und eigene ACB-Materialien zur Verfügung gestellt werden sollen.
    • Anlegen weiterer Bauteilgruppen
    • Umbenennen der benutzerdefinierten Strukturen 1 -5, wenn eigene Strukturen für das Zeichnen und Modellieren notwendig sind
    • Ergänzen von ACB-Materialien, die z.B. für Wandschichten genutzt werden.
       
  5. Erstellen von Wandtypen:
    Durch das Erstellen von eigenen Wandtypen werden eigene spezifische Typen definiert. Dies ist sinnvoll, wenn die generellen Wandtypenvorgaben nicht ausreichen sollten.
    • Anlegen von weiteren ACB-Materialien für neue Wandschichttypen
    • Anlegen von Wandschichttypen für die neue Wandtypen
    • Anlegen von neuen Wandtypen
       
  6. Erstellen von Objektbeschriftungstypen:
    Das Erstellen von eigenen Objektbeschriftungstypen kann für verschiedene Zwecke der Beschriftung sinnvoll sein.
    • Erweiterung und Anpassung der Flächenbeschriftung (Raumstempel)
    • Erstellen und Anpassen von Text-Schema-Blöcken
    • Sonstige Anpassung der Beschriftung durch Änderung der Attributzuordnungen
       
  7. Erstellen von Sichtbarkeiten:
    Eigene Sichtbarkeiten können für besondere Plan- und Modelldarstellungen ergänzt werden.
    • Erstellung von Ebenensichtbarkeiten für die Grundrissdarstellung und das Arbeiten im Modellbereich
    • Erstellung von Modellsichtbarkeiten für Schnittansichten und 3D-Ansichtsfenster in Layouts
       
  8. Erstellen von Flächen- und Verwaltungsbereichen, Nutzungsarten und Berechnungsvorgaben:
    Die Vorgaben orientieren sich an der DIN. Benutzerdefinierte Erweiterungen oder eigene Berechnungsvorgaben können ergänzt werden.
    • Erstellung von eigene Berechnungsvorgaben zur Flächenauswertung
    • Erstellung von eigenen Nutzungsgruppen und Nutzungsarten
    • Erstellung von eigenen Verwaltungsbereichen
    • Anpassen der Schraffurzuordnung von Nutzungsgruppen, Nutzungsarten, Flächen-und Verwaltungsbereiche
       
  9. Erstellen von Text- und Bemassungsstilen:
    Werden besondere Text- und Bemassungstile benötigt, können bestehende Stile geändert oder auch ergänzt werden.
    • Erstellung von Textstilen, basierend auf TrueType-Fonts und shx-Dateien
    • Erstellung von Bemaßungsstilen, zur Bemaßungsdarstellung für spezielle Zwecke.

  10. Einstellen der Vorgaben für ACB-Objekte:
    Beim Starten eines Befehls werden die zuletzt eingestellten Parameter und Optionen als Vorgabe verwendet. Diese Informationen werden in der Zeichnung mit abgespeichert, z.B. der aktuelle Wandtyp zum Zeichnen von Wänden.
    • Durch Aufruf des jeweiligen Befehls und Ändern der Parameter und Optionen können diese Werte eingestellt werden. Nachdem die Einstellungen vorgenommen wurden, ist einfach der laufende Befehl abzubrechen und die letzten Einstellungen werden als Vorgabe für den nächsten Start des Befehls verwendet.

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